Blut ist so individuell wie jeder Mensch. Bei der Eigenbluttherapie wird eine geringe Menge Blut entnommen und in einen Muskel oder unter die Haut zurück injiziert. Blut wird in diesem traditionellen Verfahren als Träger von Informationen über die körperliche und gesundheitliche Verfassung verstanden: Der Organismus soll durch die Eigenblutgabe mit der Krankheitsproblematik konfrontiert und zur Selbstregulation angeregt werden.

Ziel des Verfahrens ist es, das körpereigene biologische Gleichgewicht zu unterstützen. Da es sich um ein ganzheitliches Behandlungsverfahren handelt, können mehrere Beschwerdebilder gleichzeitig in die Behandlung einbezogen werden.

Ergänzt wird die Anwendung häufig dadurch, dass dem Eigenblut als spezifische Reiztherapie ein individuell ausgewähltes homöopathisches Mittel zugegeben wird.

Geschichte

Die Therapie mit Eigenblut ist eine Methode der Naturheilkunde und fast so alt wie die Medizin selbst: Schon im 15. Jahrhundert vor Christus wurde sie in Ägypten zu Heilzwecken angewendet, und auch in der chinesischen Medizin finden sich sehr früh Hinweise auf die Anwendung von Blut.

Anwendung bei

  • Allergien (Heuschnupfen, Asthma bronchiale)
  • Infektanfälligkeit, chronischen Infekten, Abwehrschwäche
  • Arthrose, „Wirbelentzündung“ (Spondylarthritis, Morbus Bechterew)
  • depressiver Verstimmung, Erschöpfung und Rekonvaleszenz
  • eitrigen Zuständen, Ekzemen, Kontaktallergie, Geschwüren, Ulcus cruris („offene Beine“)
  • Hautentzündungen: Akne, Furunkel, Lippenherpes (Herpes simplex), Neurodermitis, Schuppenflechte
  • Herzbeschwerden, Angina pectoris, Bluthochdruck (begleitend)
  • chronischen Infektionen der Atemwege, Bronchien oder Harnwege
  • Beschwerden im Klimakterium, Menstruationsbeschwerden
  • Magen-Darm-Beschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Migräne
  • rheumatischen Erkrankungen, Gelenk- und Weichteilrheumatismus

Hinweis: Die Eigenbluttherapie gehört zur Erfahrungsheilkunde. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt und nicht durch Studien belegt. Die Darstellung enthält kein Heil- oder Erfolgsversprechen und ersetzt keinen Arztbesuch.

Kosten & Erstattung — Informationen zu Preisen und Kassenleistungen auf der Praxisseite.

Kontext

Naturheilkundliche Grundlage

Die Wahl der Behandlungsform richtet sich nach der naturheilkundlichen Diagnostik — ob für Kinder oder Erwachsene. Zu den Heilkonzepten der Naturheilkunde →

Behandlung

Weitere Behandlungsansätze

Infusionsflasche am Infusionsständer

Infusionstherapie

Wirkstoffe wie Vitamine oder basische Mischungen werden direkt über die Blutbahn zugeführt und stehen dem Körper unmittelbar zur Verfügung.

Blutegel in einem Glasgefäß

Blutegeltherapie

Traditionelles Ausleitungsverfahren — dem Speichel der Blutegel werden schmerzstillende, entzündungshemmende und gerinnungshemmende Eigenschaften zugeschrieben.

Kind spielt mit Seifenblasen

Neurodermitis

Naturheilkundliche Begleitung bei Neurodermitis — individuelle Arzneimittelzusammensetzung, Salbenmischungen, Heilbäder und medizinische Hautwickel.

Naturheilkundliche Mittel zur Darmbehandlung

Darmbehandlung

Naturheilkundliche Begleitung bei Reizdarm-Beschwerden, Darmaufbau nach Antibiotika-Einnahme und traditionelle Darmsanierung.

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